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Nachwuchs in der IT-Branche: Mit Jedi und Padawan zum Erfolg

Mit flachen Hierarchien, viel Eigenverantwortung, einem guten Betriebsklima und einem originellen Betreuungs-Konzept gewinnen potenzielle Arbeitgeber an Attraktivität.

Im Wettbewerb um Fachkräfte und motivierte Auszubildende hat der inhabergeführte Mittelstand einige spezifische Vorteile gegenüber den großen Markenherstellern wie Apple, BMW oder Google. Mit dem richtigen Ausbildungskonzept und einer guten Betreuung kann man als Arbeitgeber punkten und sich gegen internationale Konzerne behaupten.

cargo support: Auszubildende am Standort Bielefeld
cargo support: Auszubildende am Standort Bielefeld

Apple, Google, Microsoft und SAP können sich vor Bewerbungen kaum retten. Große und bekannte Marken wecken meist positive Emotionen, mit denen potenzielle Mitarbeiter und Nachwuchskräfte magisch angezogen werden. Mittelständische Unternehmen habe es diesbezüglich deutlich schwerer. Für sie ist es nicht so leicht, aus der großen Menge der Firmen hervorzustechen und auf die eigenen Stellenangebote und Karrierechancen aufmerksam zu machen.

Themen schwer vermittelbar

Die nächste Hürde besteht darin, das eigene Produkt und die jeweilige Zielgruppe begreiflich zu machen. Software für das Supply-Chain-Management und Telematik-Apps für die Containerlogistik lassen sich schwerer vermitteln als schicke Smartphones oder Betriebssysteme für den heimischen PC.

Trotzdem gibt es einige mittelständische Unternehmen, die beim Besetzen ihrer Ausbildungsplätze sehr erfolgreich am Arbeitsmarkt agieren. Diesen Firmen gelingt es meist besonders gut, die spezifischen Vorteile inhabergeführter Familienbetriebe vorzuleben: flache Hierarchien, viel Eigenverantwortung auch für Berufsanfänger und ein sehr persönliches Betriebsklima, bei dem noch „jeder jeden kennt“.

Jedis und Padawane bilden ein Team

Das Software- und Systemhaus cargo support punktet zudem mit einem originellen Betreuungskonzept für die insgesamt 11 Auszubildenden aus den Bereichen IT-Kaufmann und Anwendungsentwicklung. An den zwei Hauptstandorten Nürnberg und Bielefeld hat das auf Logistiksoftware spezialisierte Unternehmen das so genannte Jedi und Padawan System eingeführt. Jeder Auszubildende ist ein Padawan und bekommt einen Jedi zugeordnet. Ein Jedi ist ein erfahrener Kollege, der für den Padawan zugleich Ansprechpartner und Lehrer ist.

Beim Zusammenstellen der Zweier-Teams wird darauf geachtet, dass Jedi und Padawan charakterlich zusammenpassen. In den ersten drei bis vier Wochen der Ausbildung werden die Padawane eingewiesen und erhalten einige Schulungen zum Unternehmen cargo support und der selbst entwickelten Software. Nach dieser Einweisung dürfen die neuen Auszubildenden bereits an „echten Projekten“ mitarbeiten. Angst vor Fehlern und entsprechende Hemmungen werden dabei von vorne herein ausgeschlossen: Wenn etwas schiefläuft, stehen nicht die Padawane, sondern die Jedis in der Pflicht. Durch dieses Prinzip werden die Jedis daran erinnert, dass sie die Padawane sorgfältig und gewissenhaft auf ihre Aufgaben vorbereiten sollen – und der Nachwuchs kann sich ohne Druck bei cargo support entwickeln.

Alle Plätze belegt

Durch dieses Vorgehen hat sich cargo support bereits einen guten Ruf erarbeitet. Gute Arbeitsbedingungen sprechen sich herum und führen zu vielen Bewerbungen. Zum Besetzen der diesjährigen vier Ausbildungsplätze mussten keine Stellenanzeigen geschaltet werden. Eine Mitteilung ans Arbeitsamt genügte völlig. Zum Nachahmen empfohlen.

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