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Gut aufgehoben -  GDH disponiert seit 2016 mit cargo support

Die GDH-Transport und Containerlogistik GmbH disponiert seit 2016 mit einem spezialisierten und standardisierten Transportmanagementsystem mit TR02-Schnittstelle, Fahrer-App und einer integrierten SOLAS-Lösung. Dahinter steht eine Lösung von cargo support.

Zum Mitbewerb pflegt die GDH-Transport und Containerlogistik GmbH einen sehr pragmatischen Umgang. Als der in Hamburg beheimatete Logistikdienstleister 2015 eine neue Speditionssoftware brauchte, recherchierte man gezielt nach den im Branchenumfeld eingesetzten IT-Lösungen. „Wir wollten eine ausgereifte Software ohne Kinderkrankheiten, die sich schon mehrfach in der Praxis bewährt hat. Dabei stießen wir auf das Transportmanagementsystem (TMS) cargo support dispo, das schon von Haus aus über spezielle Funktionen für Containertransporte verfügt“, erinnert sich GDH-Geschäftsführer Benjamin Eggers.

GDH arbeitet mit cargo support
GDH disponiert mit cargo support

Passender Standard

Die Entscheidung für cargo support fiel im Rahmen der ersten Produktpräsentation im Hause von GDH. "Wir haben gesehen, dass man bei cargo support strategisch nach vorne denkt und auch für künftige Anforderungen bereits Lösungen entwickelt", sagt Eggers. Als Beispiele nennt er die damals noch bevorstehende Einführung der TR02-Schnittstelle und das Slotbuchungsverfahren für den Hafen Hamburg oder eine Fahrer-App zum einfachen Einbinden von Subunternehmern in das durchgängige Auftragsmanagement. Hinzu kam der modulare Aufbau der Softwarelösung, die sich GDH zu einem individuellen Gesamtpaket zusammenstellen konnte. Neben der Basissoftware entschied sich GDH für die Fahrer-App sowie das Dokumenten-Management-System cargo support dms.
"Die bereits vorhandenen Standard-Funktionalitäten passten sehr gut zu unseren bestehenden Prozessen", bestätigt Eggers, der eine schnell einzuführende Lösung suchte. Für individuelle Anpassungen wollte man bei GDH "weder Geld noch Zeit aufwenden". Nach einer dreimonatigen Einführungsphase und einem vierwöchigen Paralleleinsatz mit der individuell programmierten Vorgängerlösung ging cargo support dispo zum 1. November 2015 in den Echtbetrieb. Die bis dato nur analog vorhandenen Kundentarife konnten dabei lückenlos digitalisiert werden.

Schnelle Akzeptanz

Für die Disponenten sei das Arbeiten mit cargo support dispo anfangs zwar eine große Umstellung gewesen, aber die gute Ergonomie und die durchdachte Struktur der Software sorgten für eine schnelle Akzeptanz bei den Mitarbeitern. Durchdacht und praxisnah sei zum Beispiel die "Dreherfunktion" für das vereinfachte Disponieren und Abrechnen von Containern, die am Zielort sofort entladen und ohne Einschalten eines Depots direkt anschließend einem weiteren Kunden bereitgestellt werden. Ebenfalls sehr praktisch sei die in der Fahrer-App vorgesehene Container-Prüfung, mit der die Fahrer vor dem Aufnehmen eines Behälters dessen Nummer erfassen und via Datenbankabfrage mit der im Auftrag angegebenen Ziffernfolge abgleichen lassen können. "Der Fahrer sieht dann sofort am Smartphone, dass er wirklich den richtigen Container lädt", erklärt Eggers. Zeitgleich werde der Kunde per Mail darüber informiert, dass der Container soeben übernommen wurde. "Das lief früher alles manuell und nahm viel Zeit in Anspruch", so der Geschäftsführer.
Falls im Alltag doch einmal Fragen zum TMS auftreten, genüge in der Regel ein Anruf bei cargo support. Nach Schilderung des Problems erfolge spätestens nach 30 Minuten der Rückruf beziehungsweise die Klärung per Fernwartung. "Wir fühlen uns bei cargo support gut aufgehoben", resümiert Eggers.
Schnittstelle für SOLAS
Einen weiteren großen Vorteil in der Zusammenarbeit sieht Eggers in der "großen Offenheit für Ideen und Anregungen hinsichtlich neuer Programmierungen". Schon kurz nach dem "Go Live" mit cargo support dispo hatte GDH eine weitere Schnittstelle angeregt, um damit eine automatisierte Lösung für die SOLAS-Konvention (siehe Kasten) umzusetzen. Parallel dazu hatte GDH einen Seitenlader entwickelt, der das Containergewicht bereits beim Anheben des Behälters ermittelt. Die in den Seitenlader integrierte zertifizierte Waage übermittelt das Container-Gewicht per Funk an eine On-Bord-Unit im Fahrerhaus der Zugmaschine.
Von dort werden die Daten per Bluetooth an ein Smartphone gesendet, das über die "Tally Tech Weighing App" verfügt. Diese erstellt in Verbindung mit der Containernummer automatisch die Wiegenote und sendet sie an das Tally Tech Clearing Center, das über die neue Schnittstelle an cargo support dispo angeschlossen ist. Vom Clearing Center gelangt die Wiegenote automatisch zur betreffenden Reederei.

Erweiterte Auftragsansicht

"Durch die neue Schnittstelle zu Tally Tech sehen unsere Disponenten auf einen Blick, ob ein Container bereits gewogen und das Gewicht an die Reederei übertragen wurde", erklärt Eggers. Die tabellarische Auftragsansicht von cargo support dispo wurde dafür um die Spalte "Wiegen / SOLAS" und den Wegepunkt-Typ "Wiegestation" ergänzt. "Kurz nachdem der Container an einer zertifizierten Waage gewogen wurde, steht das tatsächliche Gewicht in cargo support dispo zur Verfügung", so Eggers, der die Transporte mit Seitenladern künftig noch deutlich ausbauen will.

Hintergrund: SOLAS

Die SOLAS-Konvention schreibt vor, dass ab dem 1. Juli 2016 die Bruttomasse aller Container überprüft werden muss, bevor sie zum Terminal verschickt werden. Verantwortlich für die Überprüfung sind alle Personen, die als Spediteure auf dem Frachtbrief angegeben sind. Wird die Vorschrift nicht erfüllt, dürfen Container nicht auf das Schiff geladen werden. Sowohl Verlader als auch der Spediteur können hierfür verantwortlich gemacht werden.
Für die Gewichtsermittlung sind zwei Methoden möglich: Entweder wird der gesamte Container mit Inhalten und Verpackung gewogen, oder es werden Inhalte, Verpackungsmaterial und das Taragewicht des Containers separat gewogen und addiert.
SOLAS steht für "Safety of Life at Sea" und ist ein internationales Übereinkommen zum Schutz des menschlichen Lebens auf See aus dem Jahr 1974. Urheber ist die internationale Seeschifffahrts-Organisation IMO, dem maritimen Zweig der Vereinten Nationen. Durch die neue Regelung sollen Gefahrensituationen für Schiffe und Mannschaft aufgrund falsch angegebener Gewichte verhindert werden.

Hintergrund: GDH-Transport und Containerlogistik GmbH

Die GDH-Transport und Containerlogistik GmbH mit Sitz in Hamburg ist ein inhabergeführter Logistikdienstleister, der sich auf Containertransporte sowie Teil- und Komplettladungen im Nah- und Fernverkehr spezialisiert hat. Das im Jahr 1981 gegründete Unternehmen verfügt über mehr als 100 ziehende Einheiten. Zu den Besonderheiten des eigenen Fuhrparks zählen vier Seitenlader für das ebenerdige Aufnehmen und Absetzen von 10´, 20´ oder 40´Containern. GDH war 1982 der erste Anbieter eines Seitenladers in Hamburg.

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