Spannende Blogbeiträge zur
Spedition und Logistikbranche

Unsere Mitarbeiter im Interview 3

Diese Woche möchten wir Ihnen unseren Geschäftsführer Volker Hasch vorstellen, der am Nürnberger Standort sein Büro hat.

In einem wachsenden Unternehmen mit hochmotivierten Kolleginnen und Kollegen stellen wir uns ständig neuen und spannenden Herausforderungen, um gemeinsam Erfolge erleben zu können. In dieser Interview-Serie möchten wir Ihnen einige unserer Kolleginnen und Kollegen vorstellen und Ihnen einen Einblick in deren Aufgaben und Tätigkeiten bei cargo support zu geben.

Volker Hasch, Geschäftsführer von cargo support
Volker Hasch, Geschäftsführer von cargo support

Hallo Herr Hasch, wir freuen uns, dass Sie Zeit für dieses Interview gefunden haben.
Als gelernter Speditionskaufmann eine Softwarefirma zu gründen scheint auf den ersten Blick eher abwegig. Wie kam es dazu?

Ich blicke auf eine bewegte speditionelle Vergangenheit zurück. Highlights waren sicherlich der Aufbau eines neuen Paketdienstes oder der Aufbau von E-Commerce-Geschäftsmodellen zu einer Zeit, zu der Amazon und andere Player am Markt noch in den Kinderschuhen steckten.
Bei allen Projekten spielte die IT eine bedeutende Rolle. Viele Softwarefunktionen gab es noch gar nicht, wie zum Beispiel die heute überall praktizierte Ablieferscannung an der Haustüre der Empfänger, deren Ursprung bei dem Paketdienst war, den ich eingangs erwähnt habe. Bei all diesen Projekten und Aktivitäten bin ich immer wieder auf Transportunternehmen und Speditionen gestoßen, denen alltagstaugliche Softwareprodukte fehlten. Die Disposition arbeitete mit Zettel und Bleistift oder im besten Fall mit Excel. Da passierten viele Fehler, die Geld kosteten.
Auf Basis meiner Erfahrung untersuchte ich damals den Markt und was soll ich sagen, ich kam zu dem Schluss, dass die Welt noch eine Speditionssoftware vertragen könnte und gründete cargo support. Die neue Software sollte nicht nur verwalten, sondern die Mitarbeiter operativ über alle Abteilungen hinweg optimal unterstützen. Mit diesem Ziel ging es 2003 dann los.

cargo support gibt es mittlerweile seit 17 Jahre. Kunden fragen immer wieder, wie es zu den Standorten Nürnberg und Bielefeld gekommen ist. Können Sie das erklären?

Das ist leicht zu beantworten. Vor der Gründung von cargo support lernte ich in einem Start Up meinen Partner Ralf Ostholt kennen. Wir hatten damals die Geschäftsidee, eine virtuelle Spedition zu gründen und die Kunden über eine praktikable Software zu vernetzen. Leider waren wir unserer Zeit voraus und konnten keine Investoren für diese Idee begeistern. Heute gibt es eine ganze Reihe von virtuellen Speditionen. Allerdings sind die technischen Möglichkeiten heute auch deutlich besser als damals. Ralf kommt aus Bielefeld, ich aus Nürnberg. Der Gedanke cargo support zu gründen lag schon in der Luft, keiner wollte umziehen und schneller als man sich versieht, hat man zwar noch kein Geschäft aber zwei Standorte.

Und dann ist Ralf Ostholt bei cargo support eingestiegen?

Noch nicht gleich. Er hatte selbst noch berufliche Verpflichtungen verschiedener Art. Vielleicht war er sich auch noch nicht sicher, ob die Idee, eine Firma für Speditionssoftware zu gründen, klappen kann. Eines war aber klar, dass wir weiter zusammenarbeiten wollten. Das machten wir am Anfang etwas lose. Daher wurde auch die erste Version der cargo support Software in Nürnberg entwickelt und ich war quasi für alles zuständig. Eingeschlossen die Steuerung der Programmierer. Nach einem Jahr kam Ralf mit an Bord und hat die Führung der Programmierer übernommen. So haben wir Nägel mit Köpfen gemacht und er ist im weiteren Verlauf bei cargo support eingestiegen.

Aber inzwischen ist Ihre Software erfolgreich …

Sicherlich waren die Anfänge mühsam. Das erleben alle Gründer. Dass sich eine neue Software in einem beinahe gesättigten Markt etablieren kann, erfordert Durchhaltevermögen, Qualität, gutes Personal und am Ende auch unternehmerischen Geschick. Uns ist das durch die Fokussierung auf bestimmte Branchen hervorragend gelungen. Wir wollen nicht auf alle Hochzeiten tanzen aber dort, wo wir antreten, durchaus mit dem Anspruch der Marktführung ins Rennen gehen.

Was ist das Potenzial?

Das Potenzial ist schier unendlich. Die Entwicklung der globalen Märkte treiben die Digitalisierung jeglicher Geschäftsprozesse vor sich her. Mittendrin unsere Kunden, die Logistikdienstleister und Transportunternehmen. Das Tempo der Veränderung oder Disruption hat dabei eine atemraubende Geschwindigkeit angenommen.

Viele Prozesse kann oder muss man sogar dabei automatisieren, manche bleiben aber auch den Menschen vorbehalten. Das Optimum liegt daher in der sinnvollen Verbindung beider „Arbeitswelten“. Die Technik muss zum Menschen kommen und umgekehrt. Hier sehen wir uns als Lösungsanbieter. Wir kennen die Probleme unserer Kunden, lösen diese mit cleveren und intelligenten Softwareprodukten und Funktionen und binden die Anwender optimal in diesen Prozess mit ein. Das hilft am Ende allen und ermöglicht auch den operativen und wirtschaftlichen Erfolg, den sich unsere Kunden wünschen.

Welche Entwicklung müssen Sie heute noch leisten?

Unsere Aufgabe ist es, die Software ständig modern und stabil zu halten. Das tun wir täglich. Bei bestehenden und insbesondere bei neuen Funktionen. Wir sind ein agiles Softwareunternehmen und unsere Kunden sind quasi direkt mit unserer Produktion bzw. Entwicklung verbunden. Täglich gibt es Kundenwünsche, die neu sind und rasch umgesetzt werden sollen. Die Ursache hierfür liegt bei den Auftraggebern unsere Kunden, der Politik oder anderen Rahmenbedingungen, die Einfluss auf die globale Supply Chain haben. Mit den sich darauf erwachsenden neuen Anforderungen kommen die Kunden auf uns zu und erwarten rasche und praktikable Lösungen. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Eine Fußballweisheit die auch auf die Softwareentwicklung übertragbar ist. Fertig werden wir wohl nie werden.

Und das Programmieren übernehmen geniale Computer-Freaks?

Irgendwie sind wir alle Freaks. Logistik-Freaks würde ich sagen. Natürlich ist ein Produkt wie unsere Software nie die Lösung Einzelner. Genialität reicht nicht. Die große Kunst beim Programmieren ist es, ein Ende zu finden. Sie brauchen ein gut organisiertes Team, da arbeiten verschiedenste Disziplinen zusammen.

Vielen Dank für das Interview!

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